Ende der Einspeisevergütung: Was Eigenheimbesitzer 2026 wissen müssen

Das Zeitfenster schließt sich. Wer in Bayern eine Photovoltaikanlage plant, hat noch bis zum 31. Dezember 2026 die Möglichkeit sich 20 Jahre garantierte Einspeisevergütung zu sichern. Ab dem 1. Januar 2027 wird das nach aktuellem Planungsstand der Bundesregierung nicht mehr möglich sein. Wir erklären die Hintergründe und das richtige Vorgehen jetzt.

Was sich ab 2027 ändern soll und warum 2026 die große Chance ist

Das Bundeswirtschaftsministerium hat einen Referentenentwurf zur Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes vorgelegt. Union und SPD haben sich am 22. April 2026 auf die Grundzüge geeinigt. Die Richtung ist eindeutig, die feste staatliche Einspeisevergütung für neue Solaranlagen unter 25 kWp soll zum 1. Januar 2027 abgeschafft werden.

Die aktuelle EU-Beihilfegenehmigung für das bestehende EEG läuft am 31. Dezember 2026 aus. Eine Verlängerung ist nicht vorgesehen, daher ist der Stichtag so hart gesetzt. Wer seine Anlage bis zum Jahresende offiziell in Betrieb nimmt, sichert sich die Vergütung für volle 20 Jahre garantiert. Das ist der gesetzliche Bestandsschutz nach § 100 EEG, unabhängig von dem, was danach kommt.

Wer ab 2027 ans Netz geht, erhält nach derzeitigem Stand für eingespeisten Überschussstrom allenfalls variable Marktpreise, ohne staatliche Garantie, ohne Planungssicherheit.

Was Sie konkret verlieren, wenn Sie warten

Bayern gehört zu den sonnenreichsten Bundesländern Deutschlands. Eine typische 10-kWp-Anlage auf einem Eigenheim erzeugt hier jährlich rund 9.500 bis 10.000 kWh Strom. In Kombination mit einem Batteriespeicher erreichen Sie konservativ gerechnet einen Eigenverbrauch von 40 bis 60 %, sodass etwa 4.000 bis 6.000 kWh ins Netz eingespeist werden. Beim aktuellen Vergütungssatz von 7,78 ct/kWh ergibt das über 20 Jahre einen garantierten Einspeiseerlös von rund 6.000 bis 9.000 Euro.

Hinzu kommt die Ersparnis durch den selbst genutzten Strom. Wer jetzt handelt, holt sich beides, die garantierte Vergütung zur ohnehin starken Eigenverbrauchsrendite.

„Wer noch in diesem Jahr handelt, spielt nach den alten Regeln und sichert sich damit einen entscheidenden wirtschaftlichen Vorteil.“

Warum Sie jetzt handeln müssen und nicht erst bei Gesetzesbeschluss

Viele Hausbesitzer denken, der 31. Dezember ist weit weg. Doch von der ersten Beratung bis zur offiziellen Inbetriebnahme vergehen realistisch bis zu drei Monate. Entscheidend ist das Datum der Inbetriebnahme, nicht der Vertragsabschluss.

Wer erst im September 2026 Kontakt aufnimmt, riskiert den Stichtag zu verpassen. Die Nachfrage bei bayerischen Installationsbetrieben steigt bereits jetzt spürbar. Kapazitäten werden knapper, Lieferzeiten länger.

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Fazit

Die Einspeisevergütung für neue Solaranlagen läuft aus. Der Entwurf ist da, die politische Einigung ist erzielt, der Stichtag ist der 31. Dezember 2026. Wer bis dahin in Betrieb geht, sichert sich 20 Jahre garantierten Ertrag. Wer wartet, verliert diese Sicherheit. PV lohnt sich auch danach weiterhin, aber nie wieder so wie jetzt.

Hinweis: Das EEG 2027 wurde noch nicht vom Bundestag verabschiedet. Die Darstellung basiert auf dem Referentenentwurf des BMWE (Stand April 2026) sowie der aktuellen politischen Einigung.